[Theologische Fakultät]    [Adressteil]

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

     Stadt/Kultur

Bamberg, eine beschauliche Stadt mit 71.000 Einwohnern, erstreckt sich wie das antike Rom über sieben Hügel. Der historische Stadtkern ist fast vollständig erhalten und wurde zum Weltkulturerbe ernannt. Neben alter Bausubstanz, vieler Grünflächen und der wunderbaren Lage bietet Bamberg auch kulturelle Highlights: etwa die ”Bamberger Symphoniker” oder die Tradition des Schriftstellers E. T. A. Hofmann. Kulinarische Besonderheiten aus der fränkischen Küche und insbesondere das berühmte Rauchbier erhöhen den Reiz von Bamberg zusätzlich.

     Universität

Bambergs Universitäts-Landschaft gliedert sich in zwei Teile: Die Innenstadt-Uni, untergebracht in historischen reizvollen Räumen (dem ehem. Jesuitenkolleg, bürgerliches Hochzeitshaus, Stadtmauerturm) und eine Campus-Uni in der Feldkirchenstraße. Daraus ergeben sich jedoch keine Probleme, da Bamberg eine Stadt der kurzen Wege ist, d. h. sich alles zum Leben Nötige in etwa zehn Minuten mit dem Fahrrad problemlos erreichen lässt. Die Universität besteht aus sechs verschiedenen Fakultäten und einem Fachhochschulbereich.

     Wohnsituation

In den zehn Wohnheimen in Bamberg mit 1295 Wohnheimplätzen und zahlreichen zusätzlichen Angeboten an Wohngemeinschaften ist die Situation entspannt. Im Büro des AStA befindet sich eine Kartei privater Wohnungsangebote, so kann man davon ausgehen, schnell ein preiswertes Dach über den Kopf zu bekommen.

     Kirche am Ort

Zum „caput orbis“ und zu einem politischen Gegenpol Roms wollte der deutsche König und spätere Kaiser Heinrich II. Bamberg machen und gründete 1007 das Bistum Bamberg, das er mit reichen Schenkungen ausstattete. Suidger, der zweite Bamberger Bischof, wurde 1046 zum Papst gewählt – Clemens II. (so nannte er sich) wurde als einziger Papst nördlich der Alpen im Bamberger Dom beigesetzt. Die Reformation schlug auch in Bamberg die „üblichen“ Wunden und nach einer Zeit, in der das Amt des Bischofs mit dem des Landesherren verquickt war und nach der Säkularisation (das Hochstift Bamberg fiel an Bayern) wurde Bamberg 1818 Sitz eines Erzbischofs mit den Suffragenbistümern Eichstätt, Speyer und Würzburg.

Zahlreiche Pfarr- und Klosterkirchen prägen bis heute den kirchlichen Charakter der auf sieben Hügeln gelegenen Bergstadt. Das christliche Leben in Bamberg ist zum einen geprägt von Traditionsbewusstsein, zum anderen aber auch von Offenheit für neue Formen des Gemeinde- und Gemeinschaftslebens, von der vor allem auch junge Leute profitieren.

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FAKULTÄT

     Geschichte und aktuelle Situation

Die Fakultät geht auf das 1586 gegründete „Seminarium Ernestinum“, einer Bildungsanstalt für den Priesternachwuchs, zurück. 1647 wurde die Academia Ottoniana errichtet, 1773 erfolgte die juristische Umwandlung in eine Universität, die jedoch bereits 30 Jahre später im Zuge der Säkularisation wieder aufgehoben wurde. Nach der erneuten Installation wurde 1923 die Philosophisch-Theologische Hochschule errichtet, die 1972 als Fakultät in die Gesamthochschule und 1979 in die Universität integriert wurde.

Die Fakultät ist in einem historischen Gebäude untergebracht und sowohl baulich – alle Institute, Hörsäle, Seminarräume und die Bibliothek sind um einen Innenhof gelegen – als auch von der Studierendenzahl her angenehm überschaubar. Im Wintersemester 2004/2005 waren 340 Studierende eingeschrieben, davon 55 im Diplomstudiengang.

Zwischen der bayerischen Staatsregierung und dem Apostolischen Stuhl wurde im Sommer 2006 vereinbart, dass die Fakultät für 15 Jahre ruhen und nur als Institut für die Lehrerausbildung in kath. Religion weitergeführt werden soll. Dieses Zusatzprotokoll wurde inzwischen unterschrieben. Dennoch wird der Lehrbetrieb bis auf weiteres regulär durchgeführt.

Die Fakultät orientiert sich neu. Ein zentrales Anliegen wird in Zukunft die Lehrerbildung sein.

     Aufbau der Fakultät

Biblische u. Historische Theologie
Lehrstuhl für Alttestamentliche Wissenschaften
Lehrstuhl für Neutestamentliche Wissenschaften
Lehrstuhl für Kirchengeschichte und Patrologie

Systematische Theologie
Lehrstuhl für Christliche Soziallehre und Allgemeine Religionssoziologie
Lehrstuhl für Dogmatik
Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und Theologie der Ökumene
Professur für Moraltheologie

Praktische Theologie
Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts
Lehrstuhl für Kirchenrecht
Professur für Pastoraltheologie und Kerygmatik
Professur für Liturgiewissenschaft

     Studiengänge/Abschlüsse

  • Diplom (nicht mehr möglich)
  • Lehramt für Grund-, Haupt-, Real- und Berufliche Schule und Gymnasium
  • Magister in Haupt- und Nebenfach
  • Lizentiat
  • Ergänzungsstudium
  • Promotion
  • Habilitation

1. Lehrerbildung

Die Bamberger Fakultät ist das Kompetenzzentrum für Lehrerbildung in Franken und Nordbayern. An der LPO orientiert bietet sie ein breites Angebot an Lehrveranstaltungen, die auf die Anforderungen des Lehrerberufes vorbereiten mit dem Ziel, nicht nur alle prüfungsrelevanten Inhalte im Studium aufzubereiten, sondern darüber hinaus die angehenden Lehrerinnen und Lehrer in besonderer Weise für neue Herausforderungen in der Schule vorzubereiten. Zugleich wird durch die Fortbildungsangebote an Lehrerinnen und Lehrer im Beruf der Kontakt zur Universität gehalten und lebenslanges Lernen ermöglicht.

2. Diplomstudiengang

Vordiplomprüfung

...mit folgenden Prüfungsfächern:

Voraussetzung: Teilnahme am Grundkurs, an einer Exkursion, je 1 Proseminarschein in AT-Exegese, NT-Exegese, Kirchengeschichte und Geschichte der Philosophie und eine Prüfung in einem humanwissenschaftlichen Ergänzungsfach

  • Kirchengeschichte des Altertums und Patrologie
  • Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit
  • Einleitung in das Alte Testament
  • Einleitung in das Neue Testament
  • Geschichte der Philosophie
  • Systematische Philosophie

Diplomprüfung

...mit folgenden Prüfungsfächern:

Je 5 Fächer werden in zwei Abschnitten abgelegt, die Schwerpunktprüfung findet dabei im zweiten Abschnitt statt.

Voraussetzung: Je 1 Haupt- oder Oberseminarschein müssen in Biblischer Theologie, Historischer Theologie, Systematischer Theologie und Praktischer Theologie und 2 Haupt- oder Oberseminarscheine im Schwerpunktfach erworben worden sein.

  • Exegese des Alten Testaments
  • Exegese des Neuen Testaments
  • Fundamentaltheologie und Theologie der Ökumene
  • Dogmatik
  • Moraltheologie
  • Christliche Soziallehre
  • Kirchenrecht
  • Liturgiewissenschaft
  • Pastoraltheologie mit Homiletik
  • Religionspädagogik mit Katechetik
  • Fachorientierter Schwerpunkt

2. Magisterstudiengang

Das Magisterstudium sieht nach vier Semestern eine Prüfung im Haupt- und in einem Nebenfach vor. In der Abschlussprüfung, nach einer Magisterarbeit, werden Prüfungen im Haupt- und in beiden Nebenfächern verlangt.

3. Ergänzungsstudium

Das Ergänzungsstudium wendet sich an Absolventen eines nicht-theologischen Studiengangs. Nach zwei Semestern mit insgesamt 32 Semesterwochenstunden werden vier mündliche und eine schriftliche Prüfung in den Bereichen Biblischer, Historischer, Systematischer und Praktischer Theologie abgelegt, wobei im Schwerpunktfach eine schriftliche und mündliche Prüfung erfolgt. Mit dem Bestehen der Prüfungen erhält der Studierende eine Urkunde.

     Schwerpunkte/Besonderheiten

Neben dem Schwerpunkt Lehrerbildung ist der Bamberger Fakultät katholische Theologie durch ihre Arbeit an der Verortung der katholischen Theologie im interreligiösen Horizont geprägt. Das Graduiertenkolleg "Anthropologische Grundlagen und Entwicklungen im Christentum und Islam" hat es sich zum Ziel gesetzt, Grundlagen und Entwicklungen anthropologischer Konzeptionen im Christentum und Islam in normativ-systematischer, historischer und gesellschaftlich-gegenwartsbezogener Hinsicht zu erforschen. Neben der Arbeit an den Quellen und normbildenden Traditionen stehen Gegenwartsfragen, z. b. das Ringen um Menschenrechte, Menschenwürde und Freiheit im interreligiösen und interkulturellen Austausch im Zentrum. Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) arbeiten jeweils bis zu 12 Doktoranden und Doktorandinnen sowie ein Postdoktorand an eigenen Qualifikationsarbeiten.

Das Zentrum für Interreligiöse Studien (ZIS), eine überfakultäre wissenschaftliche Einrichtung, betreibt interreligiöse Forschung und Lehre in Bezug auf Judentum, Christentum und Islam mit einem Schwerpunkt auf Gegenwartsfragen. Die Fakultät Katholische Theologie leistet wesentliche Beiräge zum Angebot des Zentrums, das ab dem Herbst 2007 um eine Judaistikprofessur erweitert werden soll, das bestehende Angebot im Bereicht der Islamwissenschaften soll deutlicher auf die religiösen Grundlagen des Islam und den Dialog hin ausgerichtet werden. Seit 2004 wird ein nichtkonsekutiver Masterstudiengang "Interreligiöse Studien: Judentum - Christentum - Islam" im Umfang von vier Semestern (vollzeit) bzw. acht Semestern (berufsbegelitend) angeboten.

Dank einer Merkator Gastprofessur der DFG forscht und lehrt im Jahr 2007 Prof. Dr. Robert Schick an der Bamberger Universität zum Thema "Baugschichte Jerusalems". Diese Gastprofessur wird getragen von einer Kooperation des Lehrstuhles für Alttestamentliche Wissenschaften und der Professur für islamische Kunstgeschichte.

Ein weiteres von der DFG finanziertes Forschungsprojekt arbeitet zur Frage "Das Menschenrecht auf Bildung: anthropologische-ethische Grundlegung und
Kriterien der politischen Umsetzung".  Anhand des Menschenrechts auf Bildung als normativer Leitidee werden grundlegende Fragen der Bildungsgerechtigkeit erarbeitet und eine Kriteriologie zur politischen Umsetzung entwickelt.
 
Zusätzlich wird durch das Theologische Forum und die Werkstatt Theologie immer wieder auf Aktualität und Gegenwartsfähigkeit der Theologie im interdisziplinären Diskurs auch mit anderen Fakultäten geachtet. Für die politische und kulturelle Entwicklung der religiös pluralen Gesellschaften Europas ist die Ausbildung interreligiöser Kompetenz heute unerlässlich: Kenntnis der Symbolsysteme, der religiösen Traditionen und ihrer gesellschaftsprägenden Einflüsse sowie die Fähigkeit zur interreligiösen Verständigung werden zu Schlüsselkompetenzen auch und gerade in den Schulen. Das Bamberger Angebot will angehende Lehrerinnen und Lehrer befähigen, sich diesen neuen Herausforderungen zu stellen.

     Begleitung

Es gibt viele Ordensgemeinschaften und Geistliche Gruppen in und um Bamberg. Die meisten dieser Gruppen pflegen bewusst Kontakt zu jungen Leuten, also auch zu Studierenden, die auf der Suche nach einem Zentrum für Gemeinschaft und spiritueller Begleitung sind. Bekanntschaft macht man am besten auf dem Weg der angegebenen Adressen.

Die Katholische Hochschulgemeinde bietet ebenfalls viele verschiedene Veranstaltungen zu zahlreichen Themen an. Darüber hinaus vermittelt sie auch ohne weiteres individuelle spirituelle Begleitung.

Das Bamberger Mentorat für Laientheologinnen und -theologen arbeitet nach dem Modell der freien Studienbegleitung. Studierende des Diplomstudiengangs Theologie – mit dem Ziel des Pastoralrefernten oder auch nicht – haben die Möglichkeit, an den Veranstaltungen des Mentorats teilzunehmen, sind aber nicht zu regelmäßigen Treffen verpflichtet. Lehramtsstudierende werden durch das Mentorat für Religionsphilologinnen und –philologen betreut.

Priesteramtskandidaten wohnen normalerweise im Priesterseminar der Diözese Bamberg. Die Ausbildung vollzieht sich außer an der Katholisch-Theologischen Fakultät zugleich in der Gemeinschaft des Seminars und in der Praxisausbildung, die die Kommunität bietet.

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ADRESSEN

     Universitäre Einrichtungen

Universität: www.uni-bamberg.de
Fakultät: www.uni-bamberg.de/ktheo/home.html
Studierendenvertretung: www.uni-bamberg.de/~ba34sr01/Fachschaften/theo/theo.htm

Dekanat der Katholisch-Theologischen Fakultät
An der Universität 2
96045 Bamberg
Tel.: 09 51/8 63-17 01
Fax: 09 51/8 63-11 82
E-Mail: dekanat@ktheo.uni-bamberg.de

Fachschaft Kath. Theologie
An der Universität 2
96045 Bamberg
Tel.: 09 51/8 63-12 36
E-Mail: fachschaft@ktheo.uni-bamberg.de

Zentrale Studentenberatung
Markusstr. 6
96045 Bamberg
Tel.: 09 51/8 63-10 50
Fax: 09 51/8 63-10 54
E-Mail: studienberatung@zuv.uni-bamberg.de

     Wohnheime

Würzburger Studentenwerk
Wohnheimverwaltung – Geschäftsstelle Bamberg
Austraße 37
96045 Bamberg
Tel.: 09 51/2 97 81 15
Fax: 09 51/2 97 81 15

Collegium Oecumenicum
Joseph-Kindshoven-Straße 5
96052 Bamberg
Tel.: 09 51/8 01-0
Fax: 09 51/8 01-17 20
E-Mail: coe.bamberg@t-online.de
www.coe-bamberg.de

     Kirchliche Einrichtungen

Erzbischöfliches Ordinariat
Domplatz 3
96049 Bamberg
Tel.: 09 51/5 02-0
Fax: 09 51/5 02-2 38
www.erzbistum-bamberg.de

KHG
Friedrichstraße 2
96047 Bamberg
Tel.: 09 51/9 68 37 30
Fax: 09 51/9 68 37 11
E-Mail: khg-bamberg@erzbistum-bamberg.de
www.khg-bamberg.de

Erzbischöfliches Priesterseminar Bamberg
Am Knöcklein 13
96049 Bamberg
Tel.: 09 51/86 81-0 (Pforte)
Tel.: 09 51/86 81-101 (Regens)
Fax: 09 51/86 81-300
E-Mail priesterseminar@ps-bamberg.de
www.ps-bamberg.de

Theologisches Mentorat
Friedrichstr. 2
96047 Bamberg
Tel.: 09 51/9 68 37 50 Frau Böhnlein, Sekreteriat
       09 51/9 68 37 55 Frau Seiller, Mentorin
E-Mail: mentorat@erzbistum-bamberg.de
www.mentorat.de

Mentorat für Lehramtsstudierende mit dem Fach katholische Religion
Birgit Fey, Pastoralreferentin
Maria Seeberger, Sekretärin
Friedrichstr. 2
96047 Bamberg
Tel.: 09 51/9 68 37 - 70
Fax: 09 51/9 68 37 - 11
E-Mail: mentorat.lehramt@erzbistum-bamberg.de

Informationsstelle Berufe der Kirche
Domplatz 3
96049 Bamberg
Tel.: 09 51/5 02-3 04 oder -3 10
Fax: 09 51/5 02-3 07

Marianum – Bildungshaus der Karmeliten
Karmelitenplatz 1
96049 Bamberg
Tel.: 09 51/95 29 70
Fax: 09 51/95 29 80
E-Mail: marianum@bnv-bamberg.de

St. Josephsheim
Wohn- und Weggemeinschaft kirchlicher Berufe im St. Josefsheim
Jakobsplatz 15
96049 Bamberg
Tel.: 09 51/9 52 33-6 14
Fax: 09 51/9 52 33-6 50
E-Mail: weggemeinschaft@t-online.de
www.donbosco.de

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Stand: 04/2009. Sie haben Ergänzungen oder Berichtigungen? Bitte mailen Sie an Webmaster@studienfuehrer-theologie.de. Vielen Dank!