[Theologische Fakultät]    [Adressteil]

Universität Fribourg

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

     Stadt/Kultur

“Eyne lustige stad, und ist halb duczsch und halb welsch” (Hans von Waltheym, 1474), mit reicher historischer Bausubstanz, landschaftlich reizvoll zwischen Alpenkette und Seen in der Schweiz gelegen. Fribourg ist eingebettet in die Mäander der Saane und gilt als eines der schönsten mittelalterlichen Architekturbeispiele Europas. Seit den Zeiten ihrer Gründung durch die Zähringer Herzöge im Jahre 1157 hat es die Stadt Fribourg verstanden, Tradition und Moderne zu verbinden.

In Fribourg leben heute 32.000 Einwohner. Zahlreiche Kneipen, kleiner und größere Theater und Kulturzentren bieten ein umfangreiches Programm; im Sommer beleben Quartierfeste, Jazzfestivals und Freiluftkinos die Stadt.

     Universität

Die Universität Fribourg/Freiburg ist, verglichen mit anderen schweizerischen Universitäten, eine mittelgroße Uni. In Fribourg studieren insgesamt knapp 10.000 Studierende in fünf Fakultäten; davon kommen 15 % aus dem Ausland. Die Universität Fribourg liegt an der Sprachgrenze und ist deshalb zweisprachig angelegt. Sie ist die einzige Universität in Westeuropa, die die Möglichkeit bietet, ein Studium auf Französisch und auf Deutsch zu absolvieren. Diese Zweisprachigkeit wird verschieden gehandhabt. In der Theologischen und Juristischen Fakultät können ganze Studiengänge wahlweise in der einen oder anderen Sprache oder auch gemischt (mit bescheinigtem zweisprachigen Lizentiat möglich) belegt werden. Die Universität ist über die ganze Stadt verteilt; das Uni-Hauptgebäude mit der Theologischen Fakultät befindet sich zentral beim Bahnhof. Neben Natur und Kultur in Stadt und naher Umgebung gibt es an der Universität gute Freizeitangebote für Studierende, etwa durch Chor und Orchester der Universität, das Konservatorium, Universitätssport usw.

     Wohnsituation

Zur Zeit lässt sich in Fribourg recht gut ein Zimmer oder eine Wohnung finden. Da man hier für ein Dach über dem Kopf stattliche Summen hinlegen muss, ist anzuraten, sich rechtzeitig um eine Bleibe zu kümmern. Ein guter Anlaufpunkt ist die REST, die 580 subventionierte Zimmer in Wohngemeinschaften vermietet. Im Verkehrsbüro ist zudem monatlich eine Liste aller freistehenden Zimmer und Wohnungen erhältlich. Viele Wohnungen und freie Zimmer in Wohngemeinschaften werden an den Anschlagbrettern in den Unigebäuden ausgeschrieben. Zudem gibt es zwölf Wohnheime (Foyer) mit insgesamt 650 Plätzen.

     Kirche am Ort

Fribourg ist ein traditionell katholischer Kanton mit Bischof (Diözese Lausanne-Genf-Freiburg) und folglich auch Kathedrale in seiner Bischofsstadt. Auch das Sekretariat der Schweizer Bischofskonferenz befindet sich hier. Wegen des internationalen Rufes der Theologischen Fakultät haben sich die verschiedensten Orden und Kongregationen in Fribourg angesiedelt. Die Katholische und Evangelische Universitätsgemeinde und einige Bildungshäuser (Burgbühl, Nôtre Dame de là Route, Matran) bieten für Studierende interessante Programme. Manche Studierende beteiligen sich am Leben von Pfarreien.

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FAKULTÄT

     Geschichte und aktuelle Situation

Die Theologische Fakultät wurde kurz nach der Gründung der Universität 1889 als zweite Fakultät errichtet. Sie zeichnet sich durch ihre Internationalität aus: Mehr als 50 % der Studierenden sind Nicht-Schweizer; die Professoren stammen derzeit aus zehn verschiedenen Nationen. Es besteht eine besondere Konvention mit dem Dominikanerorden; so gehört eine Reihe von Professoren diesem Orden an, und der Generalmagister der Dominikaner ist auch der Magnus Cancellarius der Fakultät. Die Theologische Fakultät ist im Hauptgebäude „Miséricorde“ der Universität untergebracht.

Das Studium kann a) auf Deutsch, b) auf Französisch, c) in beiden Sprachen absolviert werden. Die Zweisprachigkeit und Internationalität führen in der Fakultät auch unterschiedliche Kulturen, Mentalitäten und genauso theologische Ansätze und spirituelle Lebensformen zusammen. Insgesamt stellt dies einen großen Reichtum dar, der natürlich auch besondere Herausforderungen an das Zusammenleben und -arbeiten stellt. Unter den mehr als 400 Studierenden (zuzüglich rund 150 Studierende Theologie im Nebenfach) ist zur Zeit der Anteil der Französischsprachigen etwas höher als der der Deutschsprachigen. So ergeben sich für deutschsprachige Studierende sehr angenehme Arbeitsbedingungen in meist kleineren Lerngruppen und mit intensiver Betreuung.

     Aufbau der Fakultät

Die Fakultät gliedert sich in fünf Departemente, die jeweils mindestens vier Professuren umfassen und die sprachübergreifend zusammenarbeiten. Außerdem gehören zur Fakultät vier Institute.

Departement für Biblische Studien
Altes Testament
Neues Testament
Biblische Umwelt und Biblische Sprachen

Departement für Patristik und Kirchengeschichte
Alte Kirchengeschichte, Patristik und Dogmengeschichte
Mittlere und Neuere Kirchengeschichte

Departement für Glaubens- und Religionswissenschaft, Philosophie
Fundamentaltheologie
Dogmatik
Ökumenische Theologie
Feministische Theologie
Missions- und Religionswissenschaft
Philosophie

Departement für Moraltheologie und Ethik
Allgemeine Moraltheologie und Ethik
Spezielle Moraltheologie und Ethik (incl. Sozialethik etc.)

Departement für Praktische Theologie
Liturgiewissenschaft
Pastoraltheologie
Religionspädagogik – Katechetik
Kirchenrecht

Institute
Institut für Ökumenische Studien
Institut für Missiologie und Religionswissenschaft
Institut für Sprachen der Biblischen Welt und des Christlichen Ostens
Institut für Liturgiewissenschaft

     Studiengänge/Abschlüsse

Sowohl für das Vollstudium Theologie als auch für vielfältige Fächerkombinationen existieren verschiedene Studiengänge. Es können alle üblichen akademischen Abschlüsse erworben werden:

  • Vollstudium mit Abschluss Lizentiat (entspricht von den Anforderungen her dem deutschen Diplom)
  • Vollstudium mit Abschluss Diplom (gilt als Kirchliche Abschlussprüfung)
  • Hauptfach Theologie mit einem Nebenfach
  • Hauptfach Theologie mit zwei Nebenfächern
  • Diplom für das Höhere Lehramt (Gymnasiallehrer-Diplom)
  • Nebenfach Theologie
  • (Kanonisches) Lizentiat
  • Doktorat
  • Habilitation
  • Dazu besteht die Möglichkeit, spezielle Nebenfachprogramme in einzelnen theologischen Fächern zu absolvieren.

Das „Bologna-Studienmodell“ (BA-/MA-Studiengänge) wird für das Vollstudium Theologie spätestens zum WS 2004/05 eingeführt, für die anderen Studiengänge im Jahr darauf.

     Schwerpunkte/Besonderheiten

Kompetenzzentren der Fakultät:

  • Das Alte Testament in seinen Dokumenten und Monumenten (Textgeschichte und Archäologie-Ikonographie). Das Departement für Biblische Studien besitzt eine der weltweit größten Sammlungen altorientalischer Miniaturkunst mit entsprechender Dokumentation; sie werden zu Studienzwecken zugänglich gemacht.
  • Theologie in dominikanischer Tradition; hieran sind Lehrstühle aus verschiedenen Departementen beteiligt.
  • Ökumenische Studien, besonders Beziehungen zu den Ostkirchen und zu den Reformierten Kirchen der Schweiz.

Weitere Schwerpunkte, meist mit internationaler Anerkennung, ergeben sich durch die genannten Institute (z.B. Liturgiewissenschaft, altorientalische Sprachen). Hervorgehoben sei auch der Schwerpunkt der Bioethik und Suizidforschung innerhalb des Departements für Moraltheologie und Ethik.

Die Fakultät hat einen sehr hohen Anteil an Doktoranden. Das zeigt, wie sehr sie mit ihren Schwerpunkten, ihrer Internationalität und zugleich überschaubaren Größe als anregender Rahmen für weiterführende Forschungen geschätzt wird.

     Begleitung

Für das geistliche Leben der Studierenden steht die von den Bischöfen der deutschschweizerischen Diözesen bestellte „Studienbegleitung“ bereit (Sitz im Salesianum, z. Zt. wahrgenommen von einem Priester und einer Theologin), das auch sonstige Aktivitäten während der Vorlesungszeiten anbietet. Einmal pro Woche gestalten Studierende einen Abendgottesdienst; anschließend treffen sie sich zum gemütlichen Beisammensein im Salesianum.

Dazu haben zwei Bistümer (Lausanne-Genf-Freiburg und Sitten/Sion) vor Ort ihr Priesterseminar. Das Theologenkonvikt Salesianum steht für Studierende aller Bistümer offen.

Falls man Orden und geistliche Gemeinschaften kennen lernen möchte, muss man unbedingt nach Fribourg kommen, denn hier sind fast alle Orden vertreten. Sogar die äußerst beschaulichen Kartäuser wohnen in der Umgebung von Fribourg. Viele Studierende gehören selbst Orden oder geistlichen Gemeinschaften an oder pflegen Kontakt mit ihnen.

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ADRESSEN

     Universitäre Einrichtungen

Universität: www.unifr.ch
Fakultät: www.unifr.ch/de-theo

Theologische Fakultät
Miséricorde
Avenue de l’Europe 20
CH-1700 Fribourg
Tel.: +41/26/3 00 73 70
Fax: +41/26/3 00 97 08
E-Mail: Decanat-theol@unifr.ch

Fachschaft Theologie deutsch
Miséricorde
Avenue de l’Europe 20
CH-1700 Fribourg

     Wohnheime

REST
„Kinderstube“
Rue de l’Hôpital 4
1700 Fribourg
Tel. : +41/26/3 00 73 13
Fax : +41/26/3 00 97 59
E-Mail: REST@unifr.ch
www.unifr.ch/rest

Verkehrsbüro/Bureau de Tourisme
Av. de la Gare 1
CH-1701 Fribourg
Tel. : +41/26/3 50 11 11 oder 350 11 13
Fax : +41/26/3 50 11 12
E-Mail: info@fribourgtourism.ch
www.fribourgtourism.ch

     Kirchliche Einrichtungen

Katholische Universitätsgemeinde
Rue de l’Hôpital 4
CH-1700 Fribourg
Tel.: +41/26/3 00 71 70
Fax: +41/26/3 00 97 79
E-Mail: kug@unifr.ch
www.unifr.ch/kug

Séminaire Diocésain Lausanne-Genève-Fribourg
Ch. du Cardinal Journet 3
1752 Villars-sur-Glâne
T: +41-26/426 33 00

Priesterseminar Sitten
Rte du Château d’Affry 11
1762 Givisiez
Tel.: +41/26/4 60 70 70
Fax: +41/26/4 60 70 79
E-Mail: Seminaire.Sion@bluewin.ch
www.cath-vs.ch/sous-sites/SeminaireSion/

Konvikt Salesianum
Av. du Moléson 21
1700 Fribourg
Tel: +41/26/3 51 11 11
Fax: +41/26/3 51 11 00
E-Mail: Salesianum@kath.ch
www.kath.ch/salesianum

Studienbegleitung Kath. Theologie
Salesianum
Av. du Moléson 21
CH-1700 Fribourg
Tel.: +41/26/3 51 12 55 (geistliche Begleiterin Hildegard Aepli)
Tel.: +41/26/3 51 12 60 (Ausbildungsleiter Thomas Ruckstuhl)
E-Mail: h.aepli@freesurf.ch
E-Mail: tomruck@gmx.net

Sekretariat der Schweizer Bischofskonferenz
Av. du Moléson 21
Postfach 22
CH-1706 Fribourg
Tel.: +41/26/3 22 47 94
Fax: +41/26/3 22 49 93
E-Mail: sbk-ces@gmx.ch
www.kath.ch/sbk

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Stand: 04/2009. Sie haben Ergänzungen oder Berichtigungen? Bitte mailen Sie an Webmaster@studienfuehrer-theologie.de. Vielen Dank!