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Johannes Gutenberg Universität Mainz |
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ALLGEMEINE INFORMATIONEN Stadt/Kultur Die Stadt Mainz kann auf eine Geschichte von mehr als 2.000 Jahren zurückblicken. Bereits um 38 v. Chr. entstand am strategisch wichtigen Zusammenfluss von Rhein und Main das römische Militärlager Moguntiacum, das 13 v. Chr. erstmals urkundlich erwähnt wird. Schon in der Frühzeit des Christentums werden in Mainz erste Bischöfe erwähnt. Im Mittelalter war das ”Goldene Mainz” als Sitz der mächtigen Erzkanzler und Erzbischöfe ein Zentrum des Heiligen Römischen Reiches. Die Jüdische Gemeinde von Magenza galt als eine der wichtigsten Europas. 1950 wurde Mainz Hauptstadt des am 30. August 1946 durch die französische Besatzungsmacht gegründeten Landes Rheinland-Pfalz. Heute leben in Mainz 190.000 Einwohner. Die Gutenbergstadt ist Zentrum des rheinischen Weinhandels, wichtiger Handels-, Verkehrs- und Industrieplatz, Sitz von Rundfunk- und Fernsehanstalten (ZDF, SAT 1, SWF) sowie eine Hochburg des Karnevals. Universität Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist eine Campus-Universität und liegt ein wenig außerhalb des Stadtzentrums. Insgesamt gibt es 11 Fachbereiche, von denen die meisten auf dem Campus-Gelände angesiedelt sind. Wohnsituation Es gibt viele Wohnheime (auch auf oder in der Nähe des Campus), zehn Wohnheime betreibt das Studentenwerk, dazu kommen die Wohnheime von ESG und KHG. Privat lässt sich auch leicht etwas finden, allerdings sind die Preise durch den Einzugsraum Frankfurt/Wiesbaden hoch. Kirche am Ort Bereits für das späte 2. Jahrhundert ist eine christliche Gemeinde für Mainz bezeugt. Somit blickt die ehemals römische Grenzstadt und Hauptstadt der römischen Provinz Obergermanien auf eine lange christliche Tradition zurück. Winfried Bonifatius, Erzbischof, päpstlicher Legat und apostolischer Vikar nahm in Mainz seinen Bischofssitz, jedoch ohne eigenen Metropolitanbereich. Sein Schüler und Nachfolger Lullus erreichte dann, dass Mainz zum Erzbistum erhoben wurde. In den folgenden Jahrhunderten wurde Mainz zu einer der bedeutendsten Diözesen des Abendlandes mit dem größten Metropolitanverband, seine Erzbischöfe gelangten in die Position des Reichserzkanzlers und ersten Kurfürsten im Reich. Zu den weitreichenden Folgen der Französischen Revolution von 1789 gehören das Ende der Mainzer Erzdiözese und die Auflösung ihrer Kirchenprovinz zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Im Anschluss an ein zwischenzeitlich eingerichtetes französisches Bistum Mayence unter Bischof Colmar wurde 1821 als Teil der ebenfalls neu errichteten Freiburger Kirchenprovinz das neue Bistum Mainz errichtet, dessen Grenzen jenen des Großherzogtums Hessen-Darmstadt entsprachen. Heute liegen die größeren Teile des Bistums im Bundesland Hessen. Die Christen evangelischen Bekenntnisses bilden in dem Bistumsgebiet die Mehrheit, die ca. 814.000 Katholikinnen und Katholiken bilden etwa 1/3 der Bevölkerung. Als bedeutende Persönlichkeiten unter den Bischöfen sind Wilhelm Emmanuel von Ketteler, Albert Stohr, Hermann Kardinal Volk und gegenwärtig Karl Kardinal Lehmann zu nennen. Geschichte und aktuelle Situation Eine Fakultät für Katholische Theologie bestand von den Anfängen der mittelalterlichen Universität Mainz an, die im Oktober 1477 ihren Lehrbetrieb aufnahm. Im Zuge der endgültigen französischen Besetzung des linken Rheinufers 1802 war das faktische Ende der Mainzer Universität gekommen, und wie die anderen Fakultäten stellte auch die Theologische Fakultät ihren Lehrbetrieb ein. Danach erfolgte die theologische Ausbildung unter teilweise schwierigen Bedingungen im 1805 gegründeten Bischöflichen Priesterseminar mit einem Zwischenspiel von 1830 bis 1850 an der hessischen Landesuniversität Gießen. Mit der Wiederbegründung der Mainzer Hochschule durch die französische Besatzung als Johannes-Gutenberg-Universität im Jahre 1946, die auch kirchlicherseits unterstützt wurde, erfolgte auch die Errichtung einer Katholisch-Theologische Fakultät, die aufgrund der 1971 vorgenommenen Veränderungen in der Universitätsstruktur im Fachbereich 01 Katholische Theologie fortbesteht. Inzwischen wurde die Verwaltung der Fakultät Katholische Theologie und die der Evangelischen Theologie zusammengelegt. Der Fachbereich ist im historischen Kerngebäude des Campus der neuen Universität untergebracht, einer 1939 erbauten Flugabwehr-Kaserne. Aufbau der Fakultät Seminar für Kirchengeschichte Seminar für Biblische Wissenschaften Seminar für Moraltheologie und Sozialethik Seminar für Dogmatik und Fundamentaltheologie Seminar für Praktische Theologie Seminar für Religionspädagogik, Katechetik und Fachdidaktik Religion Seminar für Kirchenrecht, Kirchliche Rechtsgeschichte und Staatskirchenrecht Studiengänge/Abschlüsse
1. Diplomstudiengang
Schwerpunkte/Besonderheiten Erwähnenswerte Schwerpunkte sind die Erforschung der neuzeitlichen Geschichte des Christentums mit Schwerpunkt Lateinamerika in der Kirchengeschichte, die Bio- und medizinische Ethik in der Moraltheologie, die interdisziplinäre Erforschung kirchlicher Umbruchprozesse in westeuropäischen Ländern in der Pastoraltheologie sowie die Neuorientierung der Katechetik und Religionsdidaktik in den ostdeutschen Bundesländern nach 1989 in der Religionspädagogik. Ein Forschungsprojekt im Fach Kirchenrecht ist die Herausgabe der Enzyklopädie „Lexikon für Kirchen- und Staatskirchenrecht“. Begleitung Für Studierende der Katholischen Theologie bietet sich unabhängig von Studienziel zunächst und vor allem die Katholische Hochschulgemeinde als Anlaufpunkt an. Das dort integrierte Mentorat bietet geistliche Begleitung für Einzelne und für Gruppen und Hilfen zur Studien- und Berufsorientierung an. Ferner vermittelt es Praktikumsplätze und begleitet den Mainzer Bewerberkreis künftiger Pastoralreferentinnen und -referenten. Das Theologische Mentorat legt großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit der Fachschaftsvertretung an der Fakultät. Die Hochschulgemeinde unterhält weiterhin eine psychologische Beratungsstelle, die mit drei Psychologinnen bzw. Psychologen Unterstützung, Begleitung und Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung stellt. Neben der KHG gibt es auch noch die Katholische Studierendengemeinde (KSG) in Mainz, die ein eigenes umfangreiches spirituelles und kulturelles Programm von Exerzitien im Alltag, Gottesdiensten, psychosozialer Beratung bis hin zu einem Filmforum in petto hat. Außerdem sind natürlich auch die zahlreichen Pfarreien, Ordenshäuser und auch die Bistumsleitung selbst Anlaufstellen und Vermittler von geistlicher Begleitung. Universitäre Einrichtungen Universität: www.uni-mainz.de Dekanat Katholische Theologie (FB 01) Fachschaft Katholische Theologie Studienberatung der Fakultät Zentrale Studienberatung Wohnheime Studentisches Wohnen Katholische Hochschulgemeinde Evangelische Studentengemeinde Kirchliche Einrichtungen Bischöfliches Ordinariat Mainz Katholische Hochschulgemeinde St. Albertus Bischöfliches Priesterseminar Mentorat Diözesanstelle Berufe der Kirche Stand: 04/2009. Sie haben Ergänzungen oder Berichtigungen? Bitte mailen Sie an Webmaster@studienfuehrer-theologie.de. Vielen Dank!
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